Das liebe Geld

Kennen Sie das auch: irgendwie muss es in der Geldbörse ein Loch geben, denn wie sonst soll man sich diesen Dauerschwund erklären? Und egal wie gut man wirtschaftet, irgendwie hat man trotzdem das Gefühl, es reicht nie.

Ich finde es immer sehr spannend, wenn ich mich dabei erwische, wie ich munter die uralt Glaubenssätze meiner Eltern zum Thema Geld lebe. Sobald eines meiner Konten auch nur droht von Schwarz auf Rot in der Online-Banking-Darstellung zu gehen, bekomme ich schon Schnappatmung. Bei meinem Vater hätte es DAS NIEMALS gegeben. Oder als neulich eine unerwartete größere Investition anstand, stresste mich der Gedanke, dass ich das nicht geplant hatte. Spannender Gedanke, denn ich habe es schon vor einiger Zeit aufgegeben, so was zu planen. Zu oft habe ich erlebt, dass es eh nicht funktioniert. Und doch fühlt es sich dann jedesmal so an, als ob mein Vater – Gott hab ihn selig – mir über die Schulter schauen würde und auf seine unbeschreibliche Art seinen Unmut kundtun würde.

Eine wirklich blöde Folgeerscheinung dieser Geldglaubenssätze: viele davon sind uns nicht bewusst, denn das Thema Geld gehört zu den best gehütetsten Geheimnissen in Familien. Noch weit vor Leichen im Keller. Und so ist da nur dieses blöde Gefühl im Magen, in der Kehle … wenn wir uns um unser liebes Geld kümmern.

Und so werden wir unsicher. Kommen nicht zu einer Entscheidung. Wägen zum zig-sten Mal die Vor- und Nachteile ab … Und eine Entscheidung ist trotzdem immer noch nicht in Sicht. Dadurch wird der Druck größer und der Teufelskreis dreht sich … und dreht sich … und dreht sich …

Wenn Sie beim Lesen das eine oder andere Mal genickt haben, lade ich Sie ein, sich die Geldglaubenssätze Ihrer Familie doch vom 15.-17. April 2011 anzuschauen. Denn dann hält unser liebe Kollege Jan Bily das Seminar „Reichtum, Sinn & Glück“. Mehr zum Seminar finden Sie hier … und wenn Sie sich gleich anmelden möchten, klicken Sie einfach hier …

Ich freue mich auf jeden Fall auf diese 3 Tage – und danach kann ich dann hoffentlich endlich mein neues Auto bestellen.

Wie bekommt man lauter gute Ideen auf den Boden der Tatsachen?

Neben der Aufstellungs- und Coachingarbeit ist ja Marketing und Text mein anderes berufliches Standbein. Und zurzeit begleite und berate ich eine Firma bei ihrem nächsten Wachstumsschritt. Hier geht es u. a. um den Sprung von der 2-Mann-Show hin zu einem Netzwerk mit Lizenzverträgen. Und somit um so „ecklige“ Themen wie vertrauen, loslassen, sich zurück nehmen, kontrollieren, Klartext reden, Ansprüche klar formulieren … Und schwups rettet man sich lieber in viele gute neue Ideen, survt im Internet und holt sich zu all den eh noch nicht umgesetzten neuen Projekten noch ein paar tolle neue Ideen dazu, und und und … Das ganze gepaart mit ein bisschen Panik, dass einem das alles über den Kopf wächst und schon laufen alle rum wie die aufgescheuchten Hühner. Und die treffen sich dann zu eilig einberaumte Meetings die viel Energie kosten und kaum was bringen. Hauptsache man tut was. Momentan schaue ich mir alles in Ruhe an, sortiere, stelle Fragen und entschleunige.

Und freue mich zu sehen, wie mir mein Wissen um die systemischen Zusammenhänge hier hilft, Struktur reinzubekommen. Wieder wird mir klar, wie wichtig dieses Wissen ist, um mit Firmen zu arbeiten. Denn nur weil man ein Organigramm auf ein Blatt Papier gemalt hat, hat das ganze ja noch keine Struktur. Hier ist das Instrument der Organisationsaufstellung um die Beteiligten zu ordnen, Nähe und Distanz zu überprüfen, Prioritäten bei den Projekten zu erkennen und das alles bereits während der Aufstellung am Kunden auszurichten, Gold wert. So im Raum dargestellt wird, können die Verantwortlichen sehen, welchen Einfluss die Dinge aufeinander haben. Denn vielfach überschätzen oder unterschätzen sie gewisse Themen.

Für mich als Beraterin sind Organisationsaufstellungen ein ideales Instrument, um meinen Kunden die (Aus)Wirkung ihres Handelns deutlich zu machen. Häufig hören wir nach einer Organisationsaufstellung: „Jetzt weiß ich was Sie meinen. In diesem Zusammenhang habe ich das noch nicht gesehen.“

Wir können aus unserer Erfahrung nur den Tipp geben: Wenn Sie in Ihrem Unternehmen das Gefühl haben, der Wurm ist drin oder Sie z. B. vor einer Umstrukturierung stehen, (er)spart eine Organisationsaufstellung viel Zeit und Geld. Denn bei keinem anderen Beratungsinstrument bekommen Sie so schnell und ungefiltert Antworten auf Ihre Fragen. Wo sonst können Sie Ihre Ideen ausprobieren und bekommen auch prompt die Reaktion?

Wenn Sie sich jetzt fragen, ob eine Organisationsaufstellung auch etwas für Ihr Unternehmen und Ihre Fragestellung wäre, können wir uns gerne in einem persönlichen Gespräch darüber unterhalten. Eines der Hauptergebnisse für meinen Kunden z. B. war, ihre Kunden vielmehr als bisher im Fokus zu behalten. Denn die standen am Anfang der Aufstellung eher am Rand und hätten sich gerne ganz zurückgezogen, bis „die da drinnen“ alles geklärt haben. Und dabei dachten meine Kunden, ihre Kunden fänden alles Klasse, was sie da so planen.

Das Wochenende mit Jan Bily …

… liegt hinter uns. Und Volker und ich wissen nun, warum wir 1,5 Jahre sooooo geduldig gewartet haben. Das Warten hat sich auf der ganzen Linie gelohnt! Für uns beide war es ein Geschenk, einen so guten und empathischen Kollegen bei der Arbeit beobachten zu dürfen. Wir haben wieder viel gelernt und es war einfach nett, sich entspannt zurücklehnen zu dürfen und ihm zuzuschauen. Seine Kombination aus Erfahrung, Humor, Wissen und Emphatie hat das Seminar für alle Teilnehmer zu einem besonderen Erlebnis gemacht. Und passend zum Thema Geld & Wohlstand war das allgemeine Feedback: „Ich gehe reich nach Hause.“

Ich werde jetzt nicht all die kleinen und großen Eindrücke aus 2,5 Tagen Seminar wiedergeben. Das würde hier wahrlich den Rahmen sprengen. Aber eines habe ich für mich persönlich aus dem Wochenende mitgenommen: Beim Thema Geld werde ich ab jetzt den Blick auf meinen reichen UND meine armen Ahnen richten. Damit verbinde und ehre in mir BEIDE. Und hier ist es egal, ob ich sie beim Namen kenne oder weiß, wann sie wie gelebt haben. Indem ich mich ihnen innerlich zuwende und mich mit ihnen verbünde, sind sie nicht mehr allein und vielleicht ausgestoßen.

Denn in unserem Umgang mit Geld tun wir das unbewusst eh. Nur „hängen“ wir da meist auf einer der beiden Seiten. Und so fließt uns das Geld durch die Finger oder an uns vorbei oder wir verdienen nicht das, was wir eigentlich verdienen müssten oder wir geben mehr als wir (zurück) bekommen oder oder oder. Laden wir jedoch bewusst die armen und die reichen Ahnen ein, bekommen unsere Geldentscheidungen die Kraft und das Wissen beider. Und so kann in uns etwas Neues, Eigenes entstehen: Unser persönlicher Reichtum. Wie auch immer der aussehen mag.

Jan hat in diesen 2,5 Tagen anhand von vielen kleinen Demos aufgezeigt, wieviele Überlagerungen und Kopplungen gerade beim Thema Geld unterwegs sind. Und zu erleben, wie gut diese auch wieder zu lösen sind, war eine erleichternde Erfahrung – nicht nur für die Teilnehmer. Hier sind (Familien)Aufstellungen das ideale Instrument. Vor allem dann, wenn man – wie Jan – so achtsam, liebevoll und respektvoll arbeitet.

Die gute Nachricht für alle, die dieses Seminar verpasst haben: Jan kommt auch im nächsten Jahr wieder zu uns. Und zwar vom ´15. – 17. April 2011. Und wer nicht so lange warten mag: Wir haben viel gelauscht, viel gelernt und freuen uns darauf, all die neuen Eindrücke in unsere Arbeit zu integrieren. Neugierig geworden? Dann finden Sie hier unsere aktuellen Termine im Schloss Seefeld …

Neue Wege in der Aufstellungsarbeit

„An dieser Stelle möchte ich gerne klar zu stellen, dass ich wirklich immer seltener daran interessiert bin, Systeme „in Ordnung“ zu bringen, ich finde es wesentlich spannender zu erforschen was uns hilft, mit Chaos, Schmerz und Leid so umzugehen, dass sie uns Wegweiser werden, und Lehrmeister auf dem Weg. In den vielen Gruppen, die ich seit meiner Ausbildung in Somatic Experiencing (Trauma-Arbeit nach Peter Levine), geleitet habe, zeigte sich immer klarer, dass in nicht wenigen Fällen eine Aufstellung nicht wirklich hilft, manchmal eher schadet, und dass hier völlig neue, eben unbegangene Wege gewagt werden müssen. Alte Überzeugungen und vermeintliche Sicherheiten zu hinterfragen und Prozesse der Umgestaltung einzuladen, braucht nicht nur Mut und Kreativität, sondern auch solides fachliches Wissen, das die Ergebnisse der neuesten  Forschung zur Funktion unseres Gehirnes und unserer gesamten Biologie genauso nutzt, wie die inzwischen vielfältig erprobten Methoden zum Umgang mit Trauma.“

Diesen Text habe ich heute im aktuellen Newsletter meiner lieben Lehrerin Sneh Victoria Schnabel gelesen. Und sie spricht mir und uns damit aus der Seele. Daher habe ich den Text auch 1:1 übernommen, denn besser könnte ich auch unsere neue Richtung kaum beschreiben. Wobei Volker Hepp und ich nicht solche Chaos-Freunde sind wie Sneh. Denn ein wenig Ordnung gehört zum Leben (miteinander) einfach dazu.

Auch wir erleben immer wieder, dass eine Aufstellung in manchen Fällen nicht das geeignete Mittel ist. Das Anliegen braucht in diesem Moment etwas anderes. Und so wagen auch wir es immer häufiger und immer lieber die gewohnten Pfade zu verlassen. Um dann aus all unserem Wissen und all unserer Erfahrung etwas Neues entstehen zu lassen. Auch hier ist unser 6-Augen-Prinzip wieder ein Geschenk auf der ganzen Linie. Denn jeder von uns bringt seine ganz eigene Sicht mit. Und dies gepaart mit der weiblichen UND der männlichen Energie, schafft einen stabilen Rahmen in dem Veränderung wirklich möglich ist.

Wir freuen uns schon sehr auf unser neues 3-Tages-Format. 3 Tage in denen „alte Überzeugungen und vermeintliche Sicherheiten hinterfragt und Prozesse der Umgestaltung eingeladen“ werden können. Und wir freuen uns auf die Menschen, die den Mut haben, diesen Weg mit uns zu gehen.

Noch eine kleine Erinnerung zum Schluss: Vom 23. – 25. April haben wir Jan Bily bei uns zu Gast. Und in diesem Seminar sind noch Plätze frei. Wir beide können Jan und seine Arbeit nur aus eigener guter Erfahrung sehr empfehlen. Wenn Sie also auch schon immer neugierig darauf waren, was in Ihrer Familie rund ums Thema Geld, Reichtum und Wohlstand so alles für Glaubenssätze unterwegs sind, sollten Sie dieses Wochenende auf keinen Fall verpassen. Denn wir alle tragen die Energie unserer reichen und unserer armen Verwandten in uns. Und wie diese beiden Kräfte unseren persönlichen (inneren und äußeren) Reichtum beeinflussen, wird nur eines der Themen dieses Seminars sein. Neugierig geworden? Dann finden Sie hier weitere Informationen ….

Der Kosmos sorgt gut für mich

Eigentlich eine nette Vorstellung und mit Sicherheit steckt auch eine Menge Wahrheit in dieser Aussage. Ich glaube auch nicht an Zufälle und wenn ich dieses Wort benutze, dann immer mit einem gewissen ironischen Unterton. Aber egal ob Kosmos oder Zufall, ein gewisses Maß an Bodenhaftung gehört in meinen Augen zum Leben dann doch dazu. Und auf eben diesen Boden mussten wir letzte Woche eine gebuchte Teilnehmerin holen, für die unsere AGB’s eher eine kosmische Störung als eine handfeste Vertragsgrundlage zwischen uns waren.

Nur um eben solchen kosmischen, zufälligen oder – wie sie uns unterstellte – systemischen Störungen vorzubeugen, haben wir unser Kleingedrucktes. Und denen hatte sie mit ihrer Buchung zugestimmt. Eigentlich ein klarer Fall. Und uneigentlich wurde diese klare Buchung unklar, als sie bei uns auf wenig Verständnis für ihre kurzfristige Absage stieß. Ihr war etwas dazwischen gekommen und dafür sollten wir Verständnis haben und auf die Teilnehmergebühr verzichten. Das Leben kann so einfach sein!

Spannend fand ich an der Geschichte, was sie alles angestellt hat, um aus uns die Schuldigen zu machen. Auf einmal war sie das Opfer und wir die Täter. Wie viel Energie, Zeit und Einfallsreichtum sie darauf verwandt hat, möglichst viele Menschen hier mit ihr Boot zu holen und uns an den Pranger zu stellen, wäre eigentlich bemerkenswert. Wäre da nicht dieser Nervfaktor gewesen. Denn eine rechtliche Grundlage für ihren Sturm im Wasserglas gab es nicht. Und auf einmal wurde von uns für etwas Kulanz gefordert, was wir überhaupt nicht verbockt hatten.

Wir hätten das Geld eh gespendet und uns nicht daran bereichert. Wir haben eine Vereinbarung mit der Lean Alliance, wo wir die Seminare veranstalten, dass wir für die Nutzung der Seminarräume keine Miete zahlen, sondern an die 3-zum-Leben-Stiftung (www.drei-zum-leben.org) spenden. Und da wäre auch dieses Geld hingeflossen.

Aber da der Kosmos ja gut für uns sorgt, hat sich das Problem in Luft aufgelöst: Das Seminar mit Jan Bily ist ausgefallen, da Jan mit einer dicken Grippe im Bett liegt. Hier also die gute Nachricht für alle, die an diesem Wochenende gerne dabei gewesen wären, aber aus zeitlichen Gründen nicht konnten:

Das Geld-Seminar mit Jan Bily ist auf das Wochenende vom 23.-25. April 2010 verschoben.

Fast alle haben auf den neuen Termin umgeschwenkt, aber ein Platz ist ja auf jeden Fall frei geworden. Denn jetzt raten Sie mal, wen wir im April nicht dabei haben wollen und daher von unserem Recht als Veranstalter Gebrauch machen, Teilnehmer abzulehnen …