Beruflicher Veränderung

Auch eine berufliche (Neu-)Orientierung kann ein Thema für eine Aufstellung sein. Früher hat man (ein bisschen vereinfacht dargestellt) als Sohn den Beruf des Vaters ergriffen und den hat man dann gemacht. Und als Frau war klar, dass Heim, Herd und Kinder den Lebensweg bestimmen. Heute stehen beiden Geschlechtern alle Türen offen – und doch ist das, was scheinbar aussieht wie ein Segen für viele eher ein Fluch.

Heute gilt es den beruflichen Werdegang zu planen und zu strukturieren. Nur geht es dabei um eine solche Vielzahl von Faktoren, dass man hier schnell den Überblick verlieren kann.

Was ist das kurz-, mittel- und was das langfristige Ziel?
Welche Schritte sind zur Erreichung des Ziels wann notwendig?
Welche „Ausrutscher“ kann ich mir leisten?
Habe ich alle Ressourcen?
Was hindert mich?
Ist das wirklich mein Ziel? Woran erkenne ich das?
Was sagt meine Umgebung dazu?

Fragen über Fragen. Und sie alle sind Teil der anstehenden Entscheidung. Kommt dann noch ein gewisser Druck in Form von Geldsorgen, Alter etc. dazu, kann schnell Stress entstehen. Und der hat noch nie geholfen eine gute Entscheidung zu treffen.

Hier im Rahmen einer Aufstellung Repräsentanten zu nutzen und all den „Baustellen“ eine Stimme zu geben, hilft, das innere meist difuse Bild zu klären. Denn manchmal sieht man schlicht den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Da wir beide – neben der Aufstellungs- und Coachingarbeit – auch in der „normalen“ ;-) Geschäftswelt unterwegs sind, wissen wir, was hier so alles in den Weg kommen kann. Und helfen Ihnen zu sortieren. Wenn Sie also gerade an einem beruflichen Scheideweg stehen, sollten Sie sich Ihren Platz in unserem nächsten offenen Seminar sichern. Der Oktober-Termin ist für eigene Themen bereits ausgebucht, aber im November haben wir noch 3 Plätze frei.

Wie bekommt man lauter gute Ideen auf den Boden der Tatsachen?

Neben der Aufstellungs- und Coachingarbeit ist ja Marketing und Text mein anderes berufliches Standbein. Und zurzeit begleite und berate ich eine Firma bei ihrem nächsten Wachstumsschritt. Hier geht es u. a. um den Sprung von der 2-Mann-Show hin zu einem Netzwerk mit Lizenzverträgen. Und somit um so „ecklige“ Themen wie vertrauen, loslassen, sich zurück nehmen, kontrollieren, Klartext reden, Ansprüche klar formulieren … Und schwups rettet man sich lieber in viele gute neue Ideen, survt im Internet und holt sich zu all den eh noch nicht umgesetzten neuen Projekten noch ein paar tolle neue Ideen dazu, und und und … Das ganze gepaart mit ein bisschen Panik, dass einem das alles über den Kopf wächst und schon laufen alle rum wie die aufgescheuchten Hühner. Und die treffen sich dann zu eilig einberaumte Meetings die viel Energie kosten und kaum was bringen. Hauptsache man tut was. Momentan schaue ich mir alles in Ruhe an, sortiere, stelle Fragen und entschleunige.

Und freue mich zu sehen, wie mir mein Wissen um die systemischen Zusammenhänge hier hilft, Struktur reinzubekommen. Wieder wird mir klar, wie wichtig dieses Wissen ist, um mit Firmen zu arbeiten. Denn nur weil man ein Organigramm auf ein Blatt Papier gemalt hat, hat das ganze ja noch keine Struktur. Hier ist das Instrument der Organisationsaufstellung um die Beteiligten zu ordnen, Nähe und Distanz zu überprüfen, Prioritäten bei den Projekten zu erkennen und das alles bereits während der Aufstellung am Kunden auszurichten, Gold wert. So im Raum dargestellt wird, können die Verantwortlichen sehen, welchen Einfluss die Dinge aufeinander haben. Denn vielfach überschätzen oder unterschätzen sie gewisse Themen.

Für mich als Beraterin sind Organisationsaufstellungen ein ideales Instrument, um meinen Kunden die (Aus)Wirkung ihres Handelns deutlich zu machen. Häufig hören wir nach einer Organisationsaufstellung: „Jetzt weiß ich was Sie meinen. In diesem Zusammenhang habe ich das noch nicht gesehen.“

Wir können aus unserer Erfahrung nur den Tipp geben: Wenn Sie in Ihrem Unternehmen das Gefühl haben, der Wurm ist drin oder Sie z. B. vor einer Umstrukturierung stehen, (er)spart eine Organisationsaufstellung viel Zeit und Geld. Denn bei keinem anderen Beratungsinstrument bekommen Sie so schnell und ungefiltert Antworten auf Ihre Fragen. Wo sonst können Sie Ihre Ideen ausprobieren und bekommen auch prompt die Reaktion?

Wenn Sie sich jetzt fragen, ob eine Organisationsaufstellung auch etwas für Ihr Unternehmen und Ihre Fragestellung wäre, können wir uns gerne in einem persönlichen Gespräch darüber unterhalten. Eines der Hauptergebnisse für meinen Kunden z. B. war, ihre Kunden vielmehr als bisher im Fokus zu behalten. Denn die standen am Anfang der Aufstellung eher am Rand und hätten sich gerne ganz zurückgezogen, bis „die da drinnen“ alles geklärt haben. Und dabei dachten meine Kunden, ihre Kunden fänden alles Klasse, was sie da so planen.

Beruflich durchstarten

Bei unseren Systemaufstellungen gibt es derzeit zwei Trends von Themen: Der eine Trend ist die ganz frühe Bindung zu den Eltern, meistens erst einmal intensiver zur Mutter, später auch zum Vater. Die Bindung für die Mutter hat dann nochmals eine spezielle Dynamik für die Töchter, deshalb bietet Karin Intveen Anfang April ein spezielles Seminar mit dem entsprechenden Titel “Mensch Mama” an. Ein Wochenende unter Frauen, spannend. Ich bin neugierig, ob sich so etwas auch für Männer organisieren lässt, eine Männerrunde also.

Der zweite Trend hat mit dem eigenen Beruf, Erfolg, Geld verdienen, berufliche Zufriedenheit usw zu tun. Alles, was sich um die Themenbereiche Geld & Wohlstand dreht, werden wir zusammen mit Jan Bily am 05. – 07. Februar aufstellen, der extra für ein Seminar aus Prag zu uns an den Ammersee kommt. Es sind noch wenige Restplätze frei.

Eine andere und weitere Möglichkeit, mit dem Thema Beruf umzugehen, ist eine Organisationsaufstellung, die wir entweder an unseren offenen Samstagen behandeln können, oder Sie buchen uns mit Stellvertreter zu einem speziellen Termin (gerne auch unter der Woche) für eine spezielle Organisationsaufstellung.

Eine Organisationsaufstellung eignet sich vor allem dann, wenn es um folgende Fragestellungen geht:

  • Generelle Entscheidungsfindung
  • Strukturelle Probleme werden schnell sichtbar
  • “Als ob”-Überprüfung von neuen Maßnahmen vorher und während der Durchführung
    Personalentscheidungen
  • Überprüfung von Führungskräften
  • Lösungsuche in Konfliktsituationen
  • Klärung von Konflikten in Familienunternehmen
  • Generelle Informationsgewinnung
  • Ausrichtung auf Aufgaben, Ziele und Kunden
  • Überprüfung des eigenen Platzes in der Organisation

Wenn Kunden kritisieren

Ich liebe Worte. Nicht nur die gesprochenen im Coaching oder in einer Familienaufstellung. Als (Werbe-)Texterin jongliere ich mit Worten und führe virtuelle Gespräche. Für meinen Hauptkunden stecke im momentan in diversen größeren und kleineren Textprojekten und somit mitten drin in den Abgabeterminen. Das bedeutet auch, dass es immer nach kurzer Zeit Kritik, Überarbeitungs- und Änderungswünsche und – wenn man Glück hat – auch mal ein Lob gibt.

Gestern Abend bekam ich das feedback auf eines der Projekte in eben dieser Kombination. Und ich musste bei mir beobachten, dass ich als allererstes nach Ausreden suchte. Und nach Gründen, warum mein Gegenüber doch eigentlich keine Ahnung hat (Alter, Erfahrung …). Das das alles nur Schikane ist und wenn sie es eh besser weiß, warum raubt sie dann mir meine Zeit? Ich bin schließlich der Profi!

Und wo ich mich so richtig schön auf den Opfer-Trip begeben wollte und alles hinschmeißen wollte, wurde mir klar: ich hatte noch nicht einmal einen Blick in mein Projekt geworfen. Nicht einmal geschaut, ob sie vielleicht ja doch mit Ihren Anmerkungen Recht haben könnte. Ich habe nur zwei Seiten Kritik gesehen. Aber Gott sei Dank hatte niemand meinen Abstecher in meine alten Filme mitbekommen und so konnte ich unauffällig und leise zurückrudern. Ich hab dann eine Nacht drüber geschlafen und ich muss gestehen: ihre Anmerkungen hatten Hand und Fuß! Wir haben eben lange und sehr nett miteinander telefoniert und die überarbeitete Version ist gerade per E-Mail an sie raus gegangen.

Wie sehr uns unsere alten Muster im (Berufs-)Alltag das Leben unnötig schwer machen können, wurde mir bei der Gelegenheit wieder einmal deutlich. Und nicht nur wie wertvoll, sondern sogar wie rettend es sein kann, einen Schritt raus aus dem Kontext zu machen, machen zu können. Dieses Tool, das ich im Coaching und in Familienaufstellungen immer wieder anwende, ist ein Segen. Raus aus der Überlagerung, rein ins Hier und Jetzt. Und wenn das eigene Körper-Geist-System diesen Weg z. B. durch eine Familienaufstellung kennen gelernt hat, kann unser System diese Erfahrung auch auf andere Situationen übertragen. Sie sehen: Eine Familienaufstellung lohnt sich in vielfacher Hinsicht.

Ich werde nicht hinschmeißen, sondern ich freue mich schon auf den nächsten Auftrag. Und auf die nächste Lern-Chance besser mit feedback umgehen zu können.

Das Unternehmen in der Aufstellung

Was hat ein Unternehmen, Kunden, Ziele, Planungen usw. in Aufstellungen zu suchen? Manchmal sehr viel. Zum Beispiel dann, wenn jemand beruflich immer wieder bis zu einem gewissen Punkt kommt und dann scheitert. Oder wenn auf einmal die Kunden wegbleiben, Schwierigkeiten auftauchen oder….

Oder wenn aus der privaten – manchmal vorrangigen Situation – berufliche Probleme erwachsen. Dann ist es hilfreich, in z.B. den familiären Kontext auch “abstrakte” Begriffe wie Unternehmen, Beruf usw. zu stellen. Um zu schauen, wie es diesen Felder geht, wenn die vorrangige private Ordnung hergestellt ist.

Oder – es geht “nur” um berufliche Dinge, z.B. in einer Abteilung, dann ist eine Organisationsaufstellung zielführend. Wenn sich hier private mit beruflichen Dingen überhaupt so trennen lassen. Oder es kommen Erkenntnisse aus der Organisationsaufstellung und es empfiehlt sich, im privaten Umfeld weiter zu machen. Viele Wege führen bekanntlich zu einer Lösung.