Wenn es am Schönsten ist, soll man aufhören

und das tun wir.

Vor 5 Jahren ist auf einem gemeinsamen Hundespaziergang die Idee zu Ammersee-Sys entstanden. Und kurz vor Weihnachten ist uns auf einem Hundespaziergang gemeinsam klar geworden, dass es an der Zeit ist neue, getrennte Wege zu gehen.

Viel ist passiert in diesen 5 Jahren. Wir durften viele Menschen begleiten, in unseren Jahresgruppen und in unseren offenen Seminaren. Wir haben zwei für jeden von uns sehr prägende Ausbildungen gemacht. Und nun ist es an der Zeit, dass die gemeinsame Zeit vorbei sein darf.

Zum 1. April (und das wird dann kein Aprilscherz) werden wir Ammersee-Sys vom Netz nehmen. Aber vorher gibt es noch 2 offene Seminare.

Und zu denen laden wir Sie ganz herzlich ein. Wenn Sie also – zum  guten Schluss – Ihr Anliegen gemeinsam mit uns beiden anschauen möchten, gibt es nur noch diese beide Gelegenheiten dazu:

Den 10.-11. Februar oder den 9.-10. März.

Danach wird sich jeder von unser seiner eigenen Arbeit und seinen eigene Arbeitsschwerpunkten und Projekten widmen.

Wenn Ihnen also zurzeit ein Thema auf den Nägeln brennt, sichern Sie sich am besten jetzt gleich einen Platz in einem der beiden Seminare. Denn in beiden Seminaren ist jeweils nur noch ein Platz für ein eigenes Thema frei.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen oder ein Kennenlernen und sagen auf diesem Wege schon mal:

Danke für Ihre Neugier auf unsere Themen in der Vergangenheit. Danke, dass wir Sie – wenn vielleicht auch nur virtuell – begleiten durften. Uns haben die letzten 5 Jahre viel Spaß gemacht. Aber es stimmt: wenn es am Schönsten ist soll man aufhören. Und das tun wir.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Viele Grüße vom Ammersee,
Karin Intveen und Volker Hepp

PS: Wenn Sie auch weiterhin mit uns in Kontakt bleiben möchten, unsere Ideen, Meinungen und Gedanken zu den Themen, die uns so umtreiben und beschäftigen auch weiterhin verfolgen möchten, dann laden wir Sie auf unsere Blogs ein. Melden Sie sich hier einfach für die jeweiligen Newsletter an.

Zu Karin Intveen’s Blog geht’s hier www.karin-intveen.com und zu Volker Hepp’s hier www.volkerhepp.com.

Welchen Namen soll ein Kind tragen?

Ich wünsche Ihnen alles erst einmal ein gutes neues Jahr. Ich hoffe, Sie sind alle gesund in 2012 angekommen.

Das Schmuddelwetter da draußen hat ja einen Vorteil: Man kommt zum Lesen. Und so wühle ich mich gerade durch Berge von ungelesenen Zeitschriften und dabei bin ich in einer alten „Psychologie heute“-Ausgabe (ich verrate jetzt nicht wie alt) bei dem Artikel „Im Namen des Vaters“ hängen geblieben. Nein, es geht hier nicht um Kirche und Gott. Vielmehr um die Frage, ob es wirklich gleichgültig ist, ob ein Baby den Familiennamen des Vaters oder den Familiennamen der Mutter bekommt.

Die These: Wenn Mütter ihre Kinder nicht nur austragen, gebären und stillen, sondern ihnen darüber hinaus auch noch ihren Namen geben – welche Zuständigkeit lassen sie dann noch dem Vater? Durch den Namen des Vaters würde die Symbiose zwischen Mutter und Kind einen produktiven, entbindenden Schnitt erhalten. (Heißt in der Psychoanalyse übrigens Triangulierung.) Durch seinen Namen bringt sich der Vater eindeutig als Dritter im Bunde ins Spiel. Er übernimmt die Verantwortung.

Ich weiß, dass man sich über diesen Gedankenansatz trefflich streiten kann – und deswegen schreibe ich auch genau hier im Kontext von Familienaufstellungen darüber.

Vater oder Mutter ist man nicht allein durch die Gabe des eigenen Namens. Das ist klar. Und ein Vater kann auch ohne die Weitergabe seines Namens seinem Kind ein rundum guter Vater und trotz Weitergabe des Namens ein rundum schlechter Vater sein. Auch klar. Aber durch seinen Namen schafft er auch eine symbolische Verbindung, die das natürliche Übergewicht der Mutter – auch oder gerade für das Kind – ein wenig aufwiegen kann.

Was klingt bei Ihnen an, wenn Sie das lesen? Empörung? Zustimmung? Kopfschütteln? Ich bin neugierig auf Ihre Kommentare.

Zuschreibungen

Wie oft sagen einem andere Menschen, wie man ist? Zu laut, zu wild, zu respektlos usw.  Und bei vielen beginnen diese Zuschreibungen schon im Kindesalter, meistens von den unmittelbaren Bezugspersonen. Und leider besteht die Tendenz von uns Menschenkindern, um irgendwann ungestörter leben zu können, diese Zuschreibungen “als wahr” anzuerkennen und in uns aufzunehmen, sozusagen als Bestandteil unserer Persönlichkeit. Dann sind wir eben so, wie uns das lange genug gesagt wurde. Oder wir entwickeln Gegenstrategien und verhalten uns genauso, wie uns das eingetrichtert wurde. Vorauseilend.

In vielen Systemaufstellungen sehen wir dann, dass die ganzen Attribute nur einem Zweck dienten – damit die Eltern/Bezugspersonen ihre Ruhe hatten.

Die wenigsten sind so, wie sie sich zeigen

“Die wenigstens sind so, wie sie sich zeigen” – und wenn Sie das als Hypothese nehmen, dann kann eine sehr neugierige und spannende Reise dahin beginnen, wo Sie “wirklich” sind. Und es gibt zm Teil nichts Schöneres, als einen solchen Reiseantritt an einem guten Datum festzumachen. Vielleicht an einem Jahresbeginn.

Insofern wünschen wir Ihnen einen guten Start ins neue Jahr und mutige Schritte dahin, wo Sie wirklich sind – jenseits der vielen Attribute, die wir im Laufe des Lebens angeheftet bekommen und uns manchmal auch selbst anheften ….

Neues Jahr, neues Glück?

Kein Sorge. Sie bekommen heute von mir nicht den zigsten lauwarmen Rückblick auf 2011 und auch keinen erhobenen Zeigefinger wegen der wahrscheinlich jetzt schon absehbar zum Scheitern verurteilten guten Vorsätze für 2012. Aber 2011 neigt sich trotzdem dem Ende. ;-)

Ich nutze die Zeit zwischen den Jahren um durch meinen Kalender zu gehen und nochmal zu schauen, was jeden Monat so los war. Wen habe ich getroffen? Wo war ich überall? Welche Überschrift gebe ich jedem Monat? Für mich war es ein Jahr der sehr schmerzlichen Verluste. Aber auch ein Jahr des persönlichen Wachstums. Und kein anderes Jahr hat mir so deutlich gezeigt, wie nah beides beieinander liegt.

Viele sind – wie jedes Jahr – froh, wenn es rum ist. Aber was heißt schon „rum“? Was ist „rum“ nur weil aus 2011 bald 2012 wird? Ähnlich wie viele am Morgen ihres runden Geburtstags oder am Tag nach ihrer Hochzeit feststellen, dass sie immer noch dieselben sind, werde ich am 1.1. auch fast dieselbe sein, wie am Morgen des 31.12. Und doch wird mit kaum einem anderen Datum so viel verknüpft, wie mit dem Jahreswechsel.

Und viele wünschen sich, dass der Übergang von einem Jahr ins andere wäre, wie die Wanderung von einem Zimmer ins nächste. Und dass alles, was sie im neuen Zimmer nicht haben wollen, sie halt im alten liegen lassen können. Nur geht die Rechnung (leider) nur auf, wenn wir uns im alten Zimmer vorher ein wenig umsehen. Augen zu und rüber funktioniert leider nicht. Denn wenn wir dann im neuen die Augen wieder aufmachen, ist der alte Mist schon da. Vielleicht nicht auf den ersten Blick, aber er ist da.

Das klingt jetzt ein bisschen frustrierend, ich weiß. Aber es ist Ihre Entscheidung, wie der Übergang von einem Zimmer ins nächste abläuft. Mit offenen Augen oder rübergehuscht mit geschlossenen Augen. Nutzen Sie die Tage bis zum Jahreswechsel sich noch einmal in aller Ruhe umzuschauen. Und in 2012 schauen wir dann gerne wieder mit Ihnen zusammen.

Ressourcen, wozu Ressourcen?

Viele von uns haben die Angewohnheit, den Dingen im persönlichen Erleben, die nicht so gut klappen, die größte Aufmerksamkeit zu geben. Gepaart mit den verschiedenen Kommentaren der Inneren Kritiker, was das, was nicht gut lief oder läuft nochmals potentiert. Aber eben in die negative Richtung. Was aber in die eine Richtung geht, kann natürlich auch in die andere wirken. Dieses Momentum nutzen wir ab und an in unseren Familienaufstellungen, wenn “grundsätzlich alles schlecht ist” und “grundsätzlich alles weh tut”. Wir vertrauen darauf, dass es immer Dinge im Leben gibt, die gut gelaufen sind oder Stellen im Körper, die nicht weh tun.

Auch Ressourcen wollen gelernt und beachtet werden!

Und genau diese Dinge sind das Fundament für unser Leben. Sie beweisen uns, was wir alles schon geschafft haben, was wir können, worauf wir stolz sind und – auf die wir uns in kritischen Momenten absolut verlassen können. Persönliche Ressourcen eben. Eine spannende Frage ist die, was denn mit uns passiert, wenn wir uns nur ein paar Minuten am Tag – immer mal wieder – von Zeit zu Zeit – regelmässig an genau diese Dinge erinnern.

Oder uns eine kleine Liste machen. Und zwar nicht von den Dingen, die wir noch optimieren wollen. Sondern genau von den Dingen, die gut gelaufen sind und nach wie vor gut laufen. Und uns selbst dabei beobachten, was dieser Fokus-Schwenk in uns auslöst. Und für diejenigen, die auch jetzt noch behaupten, dass alles schlecht ist und alles weh tut – Karin Intveen und ich sind absolute Spezialisten im gemeinsamen Finden solcher Ressourcen. Und – wir haben zusammen mit unseren Kunden immer und jedes Mal etwas gefunden, was trägt, stärkt und weiterbringt.

In diesem Sinne – frohe Weihnachten 2011 für Sie und Ihre Lieben.