28. 07. 10
Und immer wieder Nein sagen
Es häufen sich gerade die Fälle in den Systemaufstellungen und Coachings, in denen Partnerschaften seit Jahren sehr einseitig funktionieren. Aber dafür auch sehr stabil: Der eine gibt, der andere nimmt. Und derjenige der gibt, tut das meistens auch noch gerne, weil er das seit Kindesbeinen gelernt hat. Und “geben ist ja auch besser als nehmen”. Sozial angesehener.
Doch manchmal geht das Geben auch über die eigenen Kräfte hinaus. Und eigentlich will man ja auch nicht mehr. Aber – man schafft es nicht, sich abzugrenzen. Weil man Unruhe in der Beziehung fürchtet, offenen Streit, eine längst fällige Konfrontation und vielleicht auch einen nüchternen Blick auf die Beziehung, der eigentlich nur eine Wahlmöglichkeit offen lässt – zu gehen.
Geben ist seeliger denn nehmen
Aber diese Realität ist nüchtern und meistens ohne weitere Hoffnung für das Bestehende. Und wir Menschen haben gerne Hoffnung. Manchmal aber auch auf das Falsche hin, nach dem Motto “Wenn ich nur genug lieb bin, gebe, brav bin, ruhig bin usw… dann ist mein Gegenüber zufrieden”. Und oftmals finden sich dann Menschen-Konstellationen, in der der eine Part gibt und gibt und der andere fordert und fordert. Zwei Überlebensstrukturen, die einander nicht gut tun.
Und manchmal hilft dann eine Systemaufstellung oder ein klärendes Coaching, um Klarheit zu bekommen, auch wenn die Klarheit sehr oft “Ende der Hoffnung” bedeuten kann. Und oftmals ist dann diese Arbeit auch gepaart mit Anregungen und Ressourcen, die einem helfen, die kommende Zeit gut durchzustehen.

